Kosten und Krankenkasse: Voraussetzungen und Antrag
Bei leitliniengerechter medizinischer Indikationsstellung ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich. In Verbindung mit einer Kostenübernahme beginnt die Lipödem-OP bei 950 €. Als Selbstzahlerin richtet sich der Preis nach Umfang und Zahl der Regionen; einen genauen Kostenvoranschlag erhalten Sie nach der Erstberatung.
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Lipödem-OP unter festgelegten Bedingungen – meist bei einem Lipödem im fortgeschrittenen Stadium (Stadium 3). Die Diagnose muss eine Fachärztin oder ein Facharzt für Innere Medizin und Angiologie, für Physikalische und Rehabilitative Medizin oder für Dermatologie stellen – oder ein Facharzt mit Zusatzweiterbildung Phlebologie.
Außerdem verlangt die Kasse eine ärztlich verordnete konservative Therapie, etwa Lymphdrainage, Kompression oder Physiotherapie, die mindestens 6 Monate durchgehend lief und nicht ausreichend geholfen hat. In diesen 6 Monaten dürfen Sie nicht zugenommen haben, monatlich bei der Hausärztin oder beim Hausarzt dokumentiert; auch psychische Faktoren werden erfasst. Starke Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder andere gesundheitliche Probleme können ebenfalls als medizinische Notwendigkeit anerkannt werden. Ab einem BMI von 40 ist keine Liposuktion über die gesetzliche Krankenkasse möglich.
Für die Kostenübernahme ist ein Antrag mit Diagnose, Nachweisen über die Therapie und einem ärztlichen Attest zur medizinischen Notwendigkeit nötig. Selbst stellen müssen Sie ihn nicht: Wir prüfen mit Ihnen die Voraussetzungen und Tarifbedingungen, stellen Kostenvoranschlag und Nachweise zusammen und reichen alles ein. Bei der privaten Krankenversicherung hängt die Zusage von Ihrem Tarif und möglichen Leistungsausschlüssen ab; einige Versicherungen haben eigene Lipödem-Programme. Alle Einzelheiten lesen Sie im Beitrag Lipödem-OP: so funktioniert die Kostenübernahme.
Was die gesetzliche Krankenkasse übernimmt – und was nicht: