3.087 Bewertungender Weight Doctors® Gruppe · 97 % WeiterempfehlungsrateMetabolisches Syndrom

Risiken und Folgeerkrankungen

Das metabolische Syndrom beeinträchtigt den Energiestoffwechsel und kann zahlreiche Folgeerkrankungen hervorrufen. Ein Überblick über die häufigsten.

DeutschlandNiederlandeÄrztlich geprüft vonDr. med. Roland MörmelFacharzt für Innere MedizinStand:

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Mehr als eine Frage der Optik

Durch das Wechselspiel der einzelnen Komponenten des metabolischen Syndroms nehmen Betroffene immer weiter zu. Viele empfinden die stetige Gewichtszunahme schon aus ästhetischen Gründen als starke Belastung. Doch das Bauchfett ist weit mehr als eine Frage der Optik: Gemeinsam mit den vier Stoffwechselstörungen des metabolischen Syndroms – oft „tödliches Quartett“ genannt – beeinträchtigt es den Energiestoffwechsel und kann so zahlreiche Folgeerkrankungen hervorrufen. Die häufigsten stellen wir Ihnen hier vor.

Herzinfarkt und Schlaganfall

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das metabolische Syndrom birgt viele Gesundheitsrisiken; besonders bedeutsam ist das stark erhöhte Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Alle vier Stoffwechselstörungen können zu Arteriosklerose (Arterienverkalkung) führen und so das Herz-Kreislauf-System erheblich beeinträchtigen. Abgeschlagenheit, Schwäche und häufiges Schwindelgefühl gehören daher zu den ersten Anzeichen.

Schreitet die Arteriosklerose voran, können Durchblutungsstörungen der Beine, Angina Pectoris (anfallartiger Schmerz in der Brust), koronare Herzkrankheiten und Atemnot auftreten. Wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, kann ein Herzinfarkt folgen; geschieht dasselbe im Gehirn, ein Schlaganfall.

Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2, auch als Altersdiabetes bekannt, ist eines der fünf möglichen Kennzeichen des metabolischen Syndroms und kann zu gravierenden Folgeerkrankungen führen. Zu viel Zucker verengt nicht nur die Adern und begünstigt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern greift auch die Nerven an: Jeder zehnte Mensch mit Diabetes hat eine sogenannte Neuropathie, einen Nervenschaden. Diabetes kann zudem von kleineren Augen- und Nierenschäden bis hin zu Blindheit und Nierenversagen führen.

Außerdem verschlechtert Diabetes die Wundheilung und steigert das Entzündungsrisiko. Das zeigt sich besonders häufig am sogenannten diabetischen Fuß, der sich entzündet und nicht mehr abheilt. Auch Betroffene ohne erhöhte Blutzuckerwerte sollten das Diabetes-Risiko im Blick behalten, denn Übergewicht ist ein häufiger Auslöser von Diabetes Typ 2: Bei einem BMI über 30 steigt das Risiko im Vergleich zu Normalgewichtigen auf das 30-Fache.

Organschäden

Der mit dem metabolischen Syndrom häufig einhergehende arterielle Bluthochdruck kann neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch Organschäden verursachen. So kann Bluthochdruck die Blutgefäße des Auges verengen und zu einer hypertensiven Retinopathie führen, die sich durch eine abnehmende Sehschärfe oder Ausfälle im Gesichtsfeld (Skotom) bemerkbar macht. Auf Dauer kann Bluthochdruck zudem die feinen Blutgefäße der Nieren schädigen. Ein chronisches Nierenversagen ist daher oft Folge eines nicht behandelten Bluthochdrucks.

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